“Welche Variante an Rückdeckungsversicherung ist am besten geeignet für eine direkte Leistungszusage in Österreich?”
Um die beste Variante einer Rückdeckungsversicherung für eine direkte Leistungszusage (DLZ) in Österreich zu bestimmen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, darunter
Die direkte Leistungszusage ist ein weit verbreitetes Instrument der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich, bei dem das Unternehmen selbst die Pensionsverpflichtung übernimmt und diese typischerweise durch eine Rückdeckungsversicherung finanziert und abgesichert wird. Hier ist eine Analyse der geeignetsten Varianten:
Bei einer direkten Leistungszusage sagt das Unternehmen dem Begünstigten (z. B. Geschäftsführer, leitende Angestellte oder Schlüsselmitarbeiter) eine zukünftige Pensionsleistung zu, die es direkt erbringen muss. Die Rückdeckungsversicherung dient dazu:
• Die Verpflichtung finanziell abzusichern,
• Risiken wie Langlebigkeit, Berufsunfähigkeit oder Todesfall auszulagern,
• Steuerliche Vorteile durch Rückstellungen zu nutzen,
• Im Insolvenzfall die Ansprüche der Begünstigten durch Verpfändung zu schützen.
Die Rückdeckungsversicherung bleibt dabei Eigentum des Unternehmens, wird jedoch zugunsten des Begünstigten verpfändet, um dessen Ansprüche zu sichern.
Es gibt verschiedene Ansätze, wie eine Rückdeckungsversicherung gestaltet werden kann.
Die Wahl hängt von der Zielsetzung des Unternehmens und den Anforderungen der DLZ ab.
Hier sind die gängigsten Varianten:
Beschreibung:
Eine traditionelle Lebens- oder Rentenversicherung mit garantierter Verzinsung und einem Fokus auf Sicherheit. Die Prämien werden in einen Deckungsstock investiert, der stabile, aber eher niedrige Renditen erzielt.
Vorteile:
+ Hohe Planungssicherheit durch garantierte Leistungen.
+ Erfüllt die gesetzliche Wertpapierdeckung (§ 14 Abs. 7 EStG), die 50 % der steuerrechtlichen Vorjahresrückstellung vorschreibt.
+ Geringes Risiko, da die Versicherung kongruent zur Pensionszusage ausgestaltet werden kann.
Nachteile:
- Niedrige Renditen in Zeiten niedriger Zinsen.
- Weniger Flexibilität bei der Veranlagung.
Geeignet für:
Unternehmen, die maximale Sicherheit und bilanzielle Stabilität priorisieren, sowie für konservative Pensionszusagen.
Beschreibung:
Ein Teil der Prämien (oft bis zu 70 %) wird in Fonds oder ETFs investiert, während ein Mindestanteil (z. B. 30 %) klassisch veranlagt wird, um die gesetzliche Wertpapierdeckung zu erfüllen.
Vorteile:
+ Höhere Renditechancen durch Kapitalmarktanlagen.
+ Flexibilität bei der Veranlagung, um Inflation und steigende Pensionskosten auszugleichen.
+ Kombination aus Sicherheit (garantierter Teil) und Wachstumspotenzial.
Nachteile:
- Höheres Risiko durch Marktschwankungen.
- Komplexere Abstimmung mit der Pensionszusage erforderlich, um eine vollständige Deckung sicherzustellen.
Geeignet für:
Unternehmen, die langfristig denken, bereit sind, ein gewisses Risiko einzugehen, und die Pensionsverpflichtungen auch bei steigender Lebenserwartung finanzieren wollen.
Beschreibung:
Das Unternehmen zahlt feste Beiträge in die Rückdeckungsversicherung, und die spätere Rente ergibt sich aus den eingezahlten Beiträgen plus Erträgen. Dies wird oft mit einer klassischen oder fondsgebundenen Variante kombiniert.
Vorteile:
+ Einfachere Kalkulation und Planung, da die Beiträge fix sind.
+ Steuerlich anerkannt, wenn Zusage und Versicherung gut aufeinander abgestimmt sind (AFRAC 27).
+ Flexibilität bei der Gestaltung der Veranlagung.
Nachteile:
- Die tatsächliche Rentenhöhe ist nicht garantiert und hängt von der Performance ab.
- Kann bei schlechter Veranlagung zu einer Unterdeckung führen.
Geeignet für:
Unternehmen, die eine beitragsorientierte Leistungszusage bevorzugen und keine feste Rentenhöhe garantieren möchten.
Die Wahl der besten Rückdeckungsversicherung hängt von den spezifischen Anforderungen ab. Eine allgemeine Empfehlung für Österreich lautet:
Sicherheit und Rendite:
Ein Teil der Prämien (mindestens 30–50 %) wird klassisch veranlagt, um die gesetzliche Wertpapierdeckung zu erfüllen und Stabilität zu gewährleisten. Der Rest kann in Fonds investiert werden, um eine höhere Rendite zu erzielen und die Pensionsverpflichtungen langfristig zu sichern.
Flexibilität:
Diese Kombination erlaubt eine Anpassung an unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen (z. B. Inflation, Zinssätze).
Steuerliche Optimierung:
Die Rückstellungen mindern den Gewinn, und die Prämien sind als Betriebsausgaben absetzbar.
Insolvenzschutz:
Durch Verpfändung der Versicherung sind die Ansprüche der Begünstigten gesichert.
Wenige Versicherer bieten solche hybriden Modelle an, die sich für die DLZ eignen. Die Meisten bieten 2 gesonderte Versicherungen an, die die vollständige Flexibilität einschränken.
Etwa 30 % der Prämien bleiben in einer klassischen Lebensversicherung, im sicheren Deckungsstock, während 70 % renditeorientiert in einer Fondsgebundenen Lebensversicherung angelegt werden.
o Unternehmen mit langfristiger Perspektive, die Schlüsselkräfte binden möchten (z. B. Gesellschafter-Geschäftsführer oder leitende Angestellte).
o Firmen, die eine Balance zwischen Sicherheit und Wachstum suchen.
o Wenn maximale Sicherheit oberste Priorität hat (z. B. bei kleinen Unternehmen mit geringer Risikobereitschaft), ist die klassische Rentenversicherung vorzuziehen.
o Bei jüngeren Begünstigten mit langer Ansparphase kann die fondsgebundene Variante allein sinnvoll sein, um das Renditepotenzial voll auszuschöpfen.
Die Rückdeckungsversicherung sollte möglichst kongruent zur Pensionszusage gestaltet sein, d. h. die versicherten Risiken (z. B. Rente, Berufsunfähigkeit, Hinterbliebenenschutz) müssen mit der Zusage übereinstimmen.
Die Versicherung muss den Anforderungen des Einkommensteuergesetzes (EStG) und AFRAC 27 entsprechen, um bilanzielle Neutralität zu gewährleisten.
Fondsgebundene Modelle können höhere Verwaltungsgebühren haben, während klassische Varianten günstiger, aber weniger renditestark sind.
Die genaue Ausgestaltung sollte mit einem Steuerberater und unseren Versicherungsexperten abgestimmt werden, um rechtliche und steuerliche Fallstricke zu vermeiden.
Für die meisten Unternehmen in Österreich ist eine kombinierte Rückdeckungsversicherung (klassisch + fondsgebunden) die optimale Lösung für eine direkte Leistungszusage. Sie bietet eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit, Rendite und Flexibilität, erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und sichert die Pensionsverpflichtungen langfristig ab.
Unternehmen sollten jedoch ihre individuelle Situation (z. B. Größe, Risikobereitschaft, Zielgruppe der Begünstigten) analysieren und die Entscheidung mit uns abstimmen, um die beste Wahl zu treffen.
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